Eine außergewöhnliche und aufregende Reise zum eigenen „ICH“
Das Yagé-Ritual
Das Yagé-Ritual ist eine Reise in eine etwas andere Welt.
In TV-Dokumentationen hat man schon oft Berichte über Schamanenrituale der Naturvölker in Südamerika, vor allem im Amazonasgebiet gesehen.
Das Ritual
steht für Reinigung von Körper, Geist und Seele und wird auch als „Liane der Seele" oder "Rebe des Geistes“ übersetzt.
"Yagé" ist ein aus der „Banisteriopsis caapi- Pflanze * gebrautes Getränk, dass man während des Rituals zwei Mal zu sich nimmt.
Yagé wird
traditionell von den Schamanen oder Medizin-Männern in nächtlichen Ritualen geführt und ist begleitet von Gesängen und Anrufungen, mit harmonischer Ritualmusik, mit Reinigungsritualen und
teilweise Tänzen.
Es reinigt die physische und
psychischen Ebene. Es ist ein
spirituelles Erleben und Erfahren,
eine Reise zur tiefen Wirklichkeit
in uns selbst.
Nicht nur im Amazonasgebiet Kolumbiens sind diese Rituale bekannt,
sondern in ganz Kolumbien und sie haben bei den Indigenas eine feste Tradition.
Wir sind in der Kaffeezone auf diese aufregende und erlebnisreiche
Reise gegangen.
Das Ritual fand auf einer Finca außerhalb von Armenia statt, von Samstagabend bis Sonntagmorgen. Jorge, ein Freund von Alexa und gleichzeitig ein „Helfer“ des Schamanen „Carlos“ holte uns am Samstagabend mit seinem Auto ab. Seine liebenswerte und einfühlsame Art ließ in uns das Gefühl aufkommen, hier zweifellos in guten und sicheren Händen zu sein.
Angekommen auf der Finca begrüßte uns der Schamane „Carlos“ sehr herzlich.
Es ist schon ein besonderes Erlebnis, seine Warmherzigkeit und seine Aura zu spüren.
Nach und nach trafen die anderen Teilnehmer und auch noch weitere „Helfer“ des Schamanen ein. Es war sehr beruhigend zu sehen, dass man für jeden von uns einen „Begleiter“ während des Rituals vorgesehen hat.
Mittlerweile war es längst dunkel und wir alle waren sehr gespannt auf den Beginn der Zeremonie. Nun stand zuerst das persönliche Gespräch mit dem Schamanen im Vordergrund. Jeder von uns wurde separat zu ihm gebeten und er wollte wissen, was der Beweggrund für die Teilnahme am Ritual war. Ob es Krankheiten, negative emotionale Erlebnisse oder einfach nur die Neugier der Anlass war, alles konnte und sollte man mit ihm bereden. Er nahm sich für jeden Zeit!
Nachdem wir alle mit ihm gesprochen hatten, begann das eigentliche Ritual, auch hier
wieder mit einer ausführlichen Erklärung und Beschreibung, was nun in den nächsten
12 Stunden bis in den Sonntagvormittag hinein geschieht.
Wir alle bekamen den „Yagé-Trunk“. Wie es die natürliche Wirkung dieser Pflanze * zur körperlichen Reinigung (sie wirkt abführend) vorgesehen hat, wurde uns allen bis auf ganz wenige Ausnahmen übel und entsprechend „reinigte“ man sich selbst von innen heraus.
Banisteriopsis caapi Pflanze
Mir ging es nach dieser kurzen „Auszeit“ wieder prima und ich begann meine eigene Reise zu mir selbst. Es war eine tolle Erfahrung, ich selbst habe einige Dinge in meinem Leben klarer gesehen,
habe plötzlich Antworten auf die mir selbst schon lang gestellten Fragen bekommen.
Den anderen ging es ähnlich. Viele sahen manche Dinge in ihrem Leben viel klarer, bekamen Antworten, hatten ihre eigenen Visionen.
Gegen 03.00 Uhr morgens bekamen wir den zweiten „Yagé-Trunk“. Dieser war eigens noch mal zur geistigen und mentalen Reinigung gedacht.
Auch hier war der Ablauf, waren die Erlebnisse und Erfahrungen ähnlich wie beim
ersten Mal. Gegen 05.00 Uhr wurde ich dann von „Jaido“ dem 1. Helfer des Schamanen für ein Heilungs-
und Reinigungsritual zum Schamanen „Calos“ gebeten.
Mit einem Bündel von Blättern (genannt Wairasacha) und begleitet von seinen Ritual-Tänzen und –Gesängen war dies wiederum ein beeindruckendes und
heilendes Erlebnis.
Fast jedem von uns wurde dieses Heil- und Reinigungsritual zuteil.
Begleitet wurden wir die ganze Nacht
nicht nur von den Helfern, sondern von
einer wundervollen Ritualmusik, die eine Gruppe von Männern mit ihren Panflöten, Gitarren, Trommeln und Gesängen voller Hingabe spielte.
Den Abschluss des Rituals bildete wieder das persönliche Gespräch mit dem
Schamanen. Jeder einzelne wurde zu ihm geführt und wir konnten so unsere
Erfahrungen, Erlebnisse oder vielleicht noch offenen Fragen mit ihm klären.
Jeder in sich versunken, die Erlebnisse für sich aufarbeitend, kehrten wir voller
innerer Zufriedenheit nach Pereira zurück.
Eine aufregende und erlebnisreiche Reise ging nicht wirklich zu Ende, denn jeder ging dadurch auf seine neu entdeckte Lebensreise.
* Banisteriopsis caapi - wächst in den Tiefland-Regenwäldern Südamerikas
* Pflanze - sie wird bei den Naturvölkern zur Krebsbekämpfung,
Parasitenbefall etc. eingesetzt
Auf Wunsch und
Anfrage können wir die Teilnahme an diesem Ritual organisieren.