20. Oktober 2010 3 20 /10 /Oktober /2010 09:56

Unser Vorwärtsdrang ist manchmal kaum zu stoppen. Also hieß es, auf nach San Rafael, in den Naturpark Tatamá. Zusammen mit einem deutschen Freund, der hier in Pereira sein "Weltwärtsprogramm" absolviert und in einem Kinderheim arbeitet, sind wir zunächst nach Santuario gefahren. Eine kleine Kaffeepause, dann nach dem Weg gefragt und ab in die Berge.
Ca. 20 min Fahrt entlang einem Bergrücken fuhren wir auf einem gut befestigten Weg Richtung Centro de Visitantes. Die Landschaft unterwegs muss ich wohl nicht beschreiben..., einfach atemberaubend.

 

Mitunter war der Weg etwas schlammig und es fehlten nur ein paar Meter bis zum Abgrund. Doch unser Van meisterte alle kleinen Probleme.
Angekommen, erwartete uns schon Ovidio, der uns die Gegend erklärte, was es zu sehen gab, wie viele indigene Dörfer in den Bergen lagen und was uns erwartete. Doch es sollte weitaus abenteuerlicher werden, als uns lieb war.

San Rafael 008
Die Gummistiefel angezogen und schon ging es mit unserem Guide los zu den Wasserfällen. 4 km durch den Regenwald lagen vor uns.
 

Das Wetter in den Bergen ist natürlich nicht so beständig wie in einer Wüste. Nach kurzer Zeit des Bergaufstieges durch den Regenwald kam auch schon das erste Wasser von oben. Wir nutzen das für eine kleine Pause an einer Hütte. Nach einer Stunde erreichten wir einen kleinen Fluss und jetzt erst wurde uns klar, worauf wir uns eingelassen haben. Wir mussten den Fluss durchqueren, möglichst ohne Wasser in Stiefel zu bekommen.

San Rafael 049
Das hat mit Hilfe des Guides auch gut geklappt. Nach der siebenten Durchquerung wurde es dann noch abenteuerlicher. Der Regen setzte wieder ein und nicht zu wenig. Wir waren noch ca. 500 m vom Wasserfall entfernt, doch meine Frau und ich entschieden - Stopp. Da wir keine Bergsteiger sind und jetzt der Weg über glatte, rutschige Felsen führte, sahen wir die Gefährlichkeit, in der wir uns bewegten. Unsere Partnerin und unser Begleiter Markus wagten dennoch zusammen mit dem Guide und 2 Kolumbianerinnen den Aufstieg. Wir warteten zunächst am Flussufer. Doch der Regen wurde stärker, Handyempfang gleich Null und die Nässe zog durch die Sachen. Also entschlossen wir uns, allein schon einmal bergab zu gehen. Schon an der ersten Flußüberquerung liefen die ersten Stiefel voll Wasser. An der zweiten holte uns dann glücklicherweise die "Restmannschaft" inkl. Guide ein. So waren dann mit Hilfe des Guides die nächsten Flussdurchquerungen relativ sicher. Der Weg war jedoch nun kein Weg mehr, sondern ein Bach. Schlamm, Baumstämme, rutschige Steine. Also nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Noch eine kleine Pause an der Hütte, der Regen war uns mittlerweile egal.

San Rafael 017
Wir waren sowieso durchnässt. Als wir dann aus dem Wald rauskamen, hörte der Regen schlagartig auf und die Berge präsentierten sich in einem wundervollen Blick. Am Auto angekommen hieß es, nasse Sachen aus, Stiefel ausschütten, ein paar Folien auf die Sitze gelegt, Klimaanlage (Heizung) an und in Unterwäsche heimgefahren. So wurden die restlichen Sachen während der Fahrt schon wieder etwas trocken.

Was lernen wir daraus?

Kolumbien kann gefährlich sein. Niemals ohne Guide in unwegsame Gebiete. Es gibt Pflanzen, wenn man diese anfasst bekommt man einen Ausschlag. "Tierische Gefahren" gibt es kaum. Vielleicht erwischt man einmal einen Mückenstich, aber der ist selten. In dieser Höhe haben wir da gegenüber der Karibikküste einen immensen Vorteil.

Diese Tour bieten wir nur als Landschaftstour nach Santuario in Verbindung mit einem Abstecher nach Apía an. Wer den Aufstieg zu den Wasserfällen dennoch wagen möchte, den fahren wir gern zum Ausgangspunkt. Allerdings übernehmen wir in keiner Weise eine Verantwortung. Vom Startpunkt bis zu den Wasserfällen und zurück dauert diese Regenwaldtour ca. 6 Stunden.

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Benita Glück - Cafeteratours

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