Montag, 23. november 2009 1 23 /11 /2009 20:58

Eine grandiose Wanderung durch den Regen- und Nebelwald hinauf zu einer geschichtsträchtigen Finca


Ein überaus lohnendes Ziel hatten wir uns für diesen Tag vorgenommen – „Acaíme“.

Dieser Name sagte uns bis vor kurzem nur so viel, dass es irgendwo im Regen- und Nebelwald des Valle de Cocora liegt und kein ausgetretener Touristenpfad ist. Selbst unter den Einheimischen ist diese Wanderung noch relativ unbekannt. 


 

 

 

 
 


  Mit Inés, einer Travellerin aus Spanien, die wir einige
  Tage zuvor kennengelernt hatten, ging es von
  Salento aus los. Frühmorgens, bereits um 07.30 Uhr
  fuhr der erste Jeep ins Cocoratal. Wir hofften auf
  strahlend blauen Himmel, wollten wir doch
viele
  eindrucksvolle Fotos machen.


 

Aus Recherchen wussten wir, dass Acaíme eine Finca
auf ca. 3 000 m Höhe ist, im Naturreservat des Valle
de Cocora liegt und ebenso auf geschichtliche
Ereignisse zurück blicken kann. Einem guten Tipp
eines Kolumbianer folgend hatten wir
uns
Gummistiefel besorgt und waren startklar für die
rund 3-stündige Wanderung hinauf auf 3 000 m Höhe.

Inés hatte sich inzwischen für eine andere Tour mit Pferd entschieden, man kann
hier vieles unternehmen. Wir waren sicher, wir treffen uns
in den Bergen wieder.       

Für Alexa und mich begann ein herrlicher Adventure-Trip durch das bezaubernde

Cocoratal. Wir folgten dem Flusslauf des Río Quíndio im Tal und erreichten bald den Regenwald. Hier erwartete uns eine überaus faszinierende, vielfältige Natur in ihrer Ursprünglichkeit. Begleitet vom Rauschen des Flusslaufes und von den verschiedenartigen Vogelstimmen fühlten wir uns wie Abenteurer. Der Weg führte uns über mehrere Brücken (das waren drei kleinere Baumstämme mehr oder weniger aneinandergebunden).

 

Auch die Beobachtung der vielfältigen Schmetterlingsarten wollten wir uns nicht entgehen lassen. Deshalb legten wir mehrere kleine Pausen ein. Wenn man in Kolumbien unterwegs ist, findet man immer einen Freund. Diesmal tauchte aus dem Nebelwald plötzlich unser neuer Freund auf.



Wir waren begeistert von unserem neuen „Amigo“. Er begleitete uns über eine
ganze Zeit hinweg, bis er genauso plötzlich, wie er gekommen ist, wieder seinen eigenen Weg ging.

 

Und dann sahen wir unser Ziel schon klar vor Augen. In herrlichster Lage eingebettet

in die grandiose Berglandschaft um den „Marrogacho“ herum tauchte plötzlich die Finca „Acaíme“ auf.

   












Der nächste Ausblick folgte binnen weniger Minuten. Angekommen auf
der Finca
"Acaíme“ empfingen uns nicht nur die beiden herzlichen und freundlichen

Betreiberinnen der Finca, sondern wir wurden von einer Vielzahl von Kolibris begrüßt, die seinesgleichen sucht. Hautnah, beinahe Auge in Auge konnten wir eine derart große
Vielfalt an Kolibris bewundern, die Alexa und ich vorher noch nie
in Natura gesehen
hatten. Eigentlich hatten wir einen Bärenhunger und wollten uns
stärken. Doch bei
diesem atemberaubenden Anblick hatten wir unseren Hunger
völlig vergessen.

 

 

Der Hunger und aufziehende Wolken holten uns leider aus der schillernden und zwitschernden Vogelwelt zurück.

 

Nach einer kleinen Stärkung nahmen wir schweren Herzens Abschied von der Finca „Acaime“ und traten unseren Rückweg an, denn vor uns lag wieder ein Fußmarsch von ca. drei Stunden, den wir wieder nicht allein zurücklegten. Auf der Hälfte der Strecke begegnete uns .... Inés.

Sie berichtete begeistert von ihrem Pferdeaustritt und wir hatten das Gefühl, dass

wir im Nu unseren Ausgangspunkt im Cocoratal erreichten.


Es war eine faszinierende Wanderung und wir kehren garantiert wieder in das zauberhafte Naturreservat rund um „Acaíme“ zurück.


Und vielleicht ist der eine oder andere Entdecker aus Europa mit dabei...   


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von cafeteratours
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