Patenschaften mit Heimkindern aus Pereira und Umgebung
Unser Projekt werden wir in der Form, wie wir es begonnen haben, nicht mehr weiterführen. Auf Grund von verschiedenen Problemem, insbesondere dem Heim, mit dem wir gearbeitet haben, ist es uns leider nicht mehr möglich, unser begonnenes Projekt in dieser Form weiter zu führen.
Wir haben uns entschlossen, in Zukunft mit Ihrer Hilfe Kinderreiche Familien in Armuts- verhältnissen zu unterstützen. Dazu haben wir
bereits eine Familie in Pereira besucht.
Wir verwenden Ihre Spende, um den Kindern einen Schulbesuch und damit Ausbildung zu ermöglichen.

Hier ein kleines Fotoalbum zur Familie Londoño.
Mehr Informationen und unsere Aktivitäten finden Sie auf unserer Webseite - Patenkinder
Dieses Mal - nach Kolumbien, ein Film von Karl-Heinz Walter
zu Abspielen des Videos auf das Bild klicken.
Burn Out und Krebs, gibt es hier einen Zusammenhang?
...die Diagnose Krebs stand im Jahr 2000 am Ende eines Burn Out Syndroms, eines Erschöpfungszustandes, in den Holger Hartmann in den vorangegangenen zehn Jahren als Gebietsmanager bzw. Verkaufsleiter Ost namhafter Firmen geraten war...
Psychische Erkrankungen sind seit 1999 um nahezu 80 Prozent angestiegen. Vor allem Depressionen und das so genannte Burnout-Syndrom, das Ausgebrannt-Sein, sind Ursachen für Krankschreibung und Fehltage. Der Diplompädagoge und Sportwissenschaftler Holger Hartmann, hat nach seinem erfolgreichen Kampf gegen Burnout und Krebs, in Gohrau bei Wörlitz eine Praxis für Hypnotherapie aufgebaut. Hier versucht er, Menschen mit unterschiedlichsten Problemen zu helfen, bietet Trainingsformen gegen Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Ängste bis hin zu Stress-Abbau und Prävention des Burnout-Syndroms.
"Alles, was ich hier mache, habe ich selbst erlebt", sagt Holger Hartmann
Täglich 18 Stunden Arbeit - die Scheidung war nur eine der Folgen. Doch der Pädagoge, der seine Diplomarbeit in Psychologie geschrieben hatte, wollte nicht klein beigeben. "Wenn ich krank bin, muss ich mein Leben verändern" hieß seine Schlussfolgerung. Hartmann grub sich selbst aus dem Loch, in das er gefallen war, lehnte nach der Krebsoperation die Chemotherapie ab, aktivierte seine Selbstheilungskräfte. Schritt für Schritt kam er voran. Durch sein Studium wusste er von den vier Welten des Menschen, der körperlichen, mentalen (Gedankenwelt), kausalen (Ursache - Wirkung) und astralen (Unterbewusstsein). Die Beschäftigung damit führte ihn 2008 an das Institut für Klinische Hypnose in Zug/Schweiz, wo er eine Ausbildung zum Hypnotherapeuten absolvierte. Im gleichen Jahr eröffnete Hartmann seine Praxis in Gohrau.
Wohlfühlräume
Wer sie zum ersten Mal
betritt, ist erstaunt. Das ganze Einfamilienhaus ist als Wohlfühlpraxis eingerichtet, spiegelt Hartmanns Wort vom ganzheitlichen Ansatz. Hier öffnen sich Räume für Ruhe und Entspannung. Von
Liegematten schweift der Blick nach draußen, zu Teich und Garten, reichlich Sauerstoff für Meditation, Atmungs- und Stretchingübungen. Im Wohnbereich eine komfortable Gesprächsecke, ein
Relaxsessel mit Headset für audiovisuelle Stimulation, Massagen und Magnetfeldtherapie mit pulsierenden Gleichstrom - das Herzstück für viele Therapien, überall Pflanzen, Figuren, Fotos von Meer
und Steinen, im ersten Stock der Massageraum, sogar die Küche wird für gemeinsames Kochen mit den Klienten genutzt.
Wenn alle wüssten, wieviel man schon mit gesunder Ernährung, richtiger Atmung und Bewegung im Kampf gegen Krebs
ausrichten kann, sagt der Therapeut.
Zwischen 20 und 74 Jahre alt sind die Menschen, die zu ihm kommen, das reicht vom jungen Mann mit Depressionen über den Pädagogen mit Angstzuständen bis zum ausgepumpten Unternehmer. In einem
ersten Gespräch lernt Hartmann den Menschen kennen, danach entscheiden sich beide für oder gegen eine Therapie, denn die ist Vertrauenssache. Durch einen emotionalen Lebenslauf erkennt Hartmann
die seelischen Blockaden des Klienten, dann plant er die jeweiligen Therapie-Module. Ein Sitzungstag dauert drei Stunden am Vormittag und drei am Nachmittag. Die dreistündige Pause dazwischen
brauchen Klient und Therapeut, denn die Übungen - besonders die klinisch-therapeutische Hypnose und die Übungen zur Selbsthypnose - kosten viel Energie. Für fast 80 Prozent der Klienten reiche
ein solcher Tag nach Anamnese und Erstsitzung aus, lebenslange Hausaufgaben inklusive. Hartmann bietet aber auch Drei- und Fünf-Tages-Kurse an, Lehrbefähigungen, Therapie-Wochen auf einer Finca
in Fuerteventura.
Neu im Aufbau ist ein Programm zur Nachbehandlung von Krebs und Burn Out Syndromen in Kolumbien, das er
mit einem befreundeten Partner vor Ort organisiert und in dem den Patienten dann auch ein Onkologe, Urologe und Neurologe zur Verfügung stehen werden.
Dafür ist diese Finca im Zentrum der Zona Cafetera, Nähe Pereira, als Gesundheitszentrum vorgesehen.
Täglicher Gesundheitscocktail aus den Schätzen der Natur inbegriffen…
Für Unternehmen
In Seminaren für
Führungskräfte oder bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer, Politiker, Industriemanager etc. gibt Holger Hartmann seine Erfahrungen weiter. Depressionen und Burnout - ein Modewort für den
Erschöpfungszustand von Körper und Geist - haben seit der Wende gerade im Osten Deutschlands stark zugenommen, vielleicht, weil viele Menschen trotz Anstrengungen ihren Platz in der neuen
Gesellschaft noch nicht gefunden haben, vermutet der Therapeut. Inhalt zahlreicher Seminare ist es, die Authentizität zu stärken, Unternehmern aufzuzeigen, wie sich Mitarbeiter - das "kreative
Kapital" - stärker mit ihrer Firma identifizieren können. Denn das sei Voraussetzung für gute Leistungen. Vor Personalentscheidungen rät Hartmann den Managern, die Situation des Unternehmens
genau zu analysieren: Wie ist mein Unternehmen strukturiert, wo will es hin und welche Leute brauche ich dafür? Das Wissen um die drei Typen von Mitarbeitern, die sachlichen, die sensiblen und
die aktionistischen, kann helfen, ein tolles Team zusammen zu stellen. Denn wie so oft im Leben bringt die richtige Mischung den Erfolg.
Marlene Köhler
Freie Journalistin
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Wer mit Holger Hartmann Kontakt aufnehmen möchte:
Institut für Hypnotherapie
Holger Hartmann
Kreisstraße 52
06785 Oranienbaum-Wörlitz/OT Gohrau
Tel. 034905 30206
oder über Cafeteratours
Der Tayrona Nationalpark ist zweifelsohne einer der schönsten Nationalparks Kolumbiens. Dieses Naturparadies mit seinen herrlichen Korallenstränden, türkisfarbenem Meer, Dschungel, der sich bis an die einsamen Strände heranwälzt, bietet eine traumhafte und einzigartige Naturkulisse, die zum Entdecken, Genießen und Relaxen sowie einem Strandurlaub förmlich einlädt.

Und nicht nur das! Majestätisch umrahmt die Sierra Nevada, das höchste Küstengebirge der Welt, den Tayrona Nationalpark. Es ist
schon ein besonderes Flair, Dschungel, Strandidylle und Hochgebirge in einem zu erleben.
Eine vielfältige Fauna und Flora erstreckt sich in dem ca. 150 km² großen, geschützten Naturgebiet, das aus zwei Drittel Landfläche und einem Drittel Meer, mit seinen tropischen Korallenriffen
besteht. Unter den mehr als 770 Pflanzen- und mehr als 400 Tierarten gibt es ca. 27 Fauna- und Floraarten, die ausschließlich nur im Tayrona vorkommen.
Geschützt sind ebenso die historischen Stätte der Ureinwohner des Parks, der Tayrona-Indianer. Im Dschungel etwas versteckt, liegt das einst von den Tayrona-Indianern bewohnte Pueblito „Chairama“. Die Ruinen dieses magischen, heiligen Ortes, der vor ca. 1 200 Jahren von den Indianern bewohnt wurde, werden noch heute von ihren Nachfahren, den Kogui-Indianern bewacht.
Der Tayrona Nationalpark ist ein Muss für jeden Naturliebhaber und Kolumbienreisenden und bei den Touren sollte man die tropischen, klimatischen Verhältnisse besonders beachten. Genügend Trinkwasser, angepasste Trekkingkleidung und –schuhe, Sonnen- und Mückenschutzmittel gehören zur Basisausrüstung.

Die Sierra Nevada, die sich hinter dem Tayrona Nationalpark imposant mit seinen schneebedeckten über 5.000 m hohen Gipfeln erhebt, ist ein weiteres Highlight der Karibikküste Kolumbiens. Hier kommen Naturtouristen ebenso voll auf ihre Kosten.
Ob Wander-, Mountainbike-Touren oder die berühmt-berüchtigte Tour zur Ciudad Perdida (verlorene Stadt) machen Ihren Urlaub zu einem unvergleichlichen Erlebnis.
Das 7-Tagespaket von Cafeteratours führt Sie zu den schönsten und attraktivsten Zielen im Tayrona Nationalpark und in die Sierra Nevada. Wahlweise sind auch einzelne Touren daraus buchbar.

Die überaus anspruchsvolle 5-Tagestour zur Ciudad Perdida organisieren wir auf Anfrage mit unseren kolumbianischen Partnern vor Ort.
Sprechen Sie uns einfach an.
Hochlandkaffee aus Kolumbien
ist ein Inbegriff von Qualität
und ein Genuss für jeden Kaffee-Freund. Ein reiches, rundes Aroma, eine gute Fülle und Spuren von leicht
süßlichen Nussaromen: das sind die Eigenschaften, die den hochwertigen, kolumbianischen Arabica-Kaffee auszeichnen.
Diesen hohen
Stellenwert genießt er durch die Lage der Anbaugebiete in den Kordilleren, der Methodik des Anbaues, der Ernte und Verarbeitung.

Der in Kolumbien produzierte Kaffee wird in drei unterschiedliche Kaffeequalitäten unterteilt: Der großbohnige Supremo und der weiche, säurebetonte
Excelso sind gängige Qualitäten, die in zahlreichen Kaffeegeschäften geführt werden. Bei der dritten Qualität handelt es sich um die Durchschnittsqualität UGQ, was für "Usual Good Quality" steht.
Kaffee aus Kolumbien in Stichworten
Kaffeetyp: Arabica
Hauptblüte: Januar bis Mai
Nachblüte: Juli bis September
Haupternte: September bis Dezember
Nachernte: April bis Juni
Verschiffung: ganzjährig
Häfen: Buenaventura, Cartagena, Santa Marta, Barranquilla
Erntevolumen 2009/2010: 12,5 Mio. Säcke (à 60 kg)
Hauptabnehmer: USA, Deutschland, Japan, Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Schweiz, Großbritannien, Niederlande
Die Klassifikation des Kaffees erfolgt nach Defekten, der Anbauregion und nach Siebgröße. Defekte ersten Grades (beziehen
sich auf die Tassencharakteristik):
Schwarz, muffig, sauer.
Defekte zweiten Grades (beziehen sich auf das Erscheinungsbild):
Verfärbungen, Beschädigungen, Schädlingsbefall, Verformungen, nicht ausreichender Reifegrad
Ernteprozess: Gepflückt wird von Hand, das Waschen erfolgt dagegen maschinell.
Fermentation: 30 Stunden
Trocknung: Sonnengetrocknet, unter Glas oder industriell mit Gaswärme
Sortierung: automatisch und Auslese von Hand
Zur Entstehung des Kaffees
Ursprünglich wurde die
Kaffeepflanze der Familie der Spindelbäume zugeordnet und später dann zu den Jasminen. Der schwedische Naturforscher Carl von Linné und Antoine de Jussieu reihten sie schließlich in
die Familie der Rubiazeen ein. Sie gaben ihr die Bezeichnung "Coffea". Unter dem Namen Coffea gruppieren sich über 60 Arten verschiedener Kaffeepflanzen, von denen aber nur etwa ein Dutzend für
den Kaffeeanbau von Bedeutung sind. Der Kaffeebaum selbst, der eigentlich gar kein Baum, sondern ein Strauch ist, wird ca. 2-3 Meter hoch. Coffea Arabika erreicht mitunter sogar eine beachtliche
Höhe von 5 Metern. Man erkennt ihn an den ca. 10 cm langen und dunkelgrün glänzenden Blättern und an den weißen Blüten, die ähnlich wie Jasmin duften. Aus den Blüten entstehen nach einigen
Monaten ovale Steinfrüchte in Form von roten Beeren. Diese Früchte ähneln in Größe und Farbe den Kirschen und werden deshalb auch so genannt. Sie haben im reifen Zustand eine dunkel oder
granatrote Haut, die das elastische und zuckerhaltige Fruchtfleisch umschließt. Im Fruchtfleisch eingebettet befinden sich Samen, denen nun unser eigentliches Interesse gilt: zwei mit ihrer
flachen Seite zueinander liegende Bohnen. Die Bohnen haben jeweils eine gewölbte und eine flache Seite. Jede Kaffeebohne ist der Länge nach gespalten und mit Pergamenthaut überzogen. Nach
Entfernung dieser Haut erscheint die Bohne je nach Sorte und Anbaugebiet grünlich, graugelblich oder schiefergrau. Die Lebensdauer eines Kaffeebaums in der Plantage beträgt 25-40
Jahre.
Die Anbaugebiete des
Kaffees in der Welt
Das Hauptanbaugebiet von Kaffee, auch die Kaffeezone genannt, zieht sich wie ein Gürtelzwischen dem 30.
Breitengrad nördlich und südlich des Äquators um die ganze Erde. Zu den wichtigsten Kaffeelieferanten zählen Brasilien, Kolumbien, Indonesien, die Elfenbeinküste, Mexiko, Äthiopien, Vietnam und Guatemala.
Der Kaffeestrauch ist eine äußerst empfindliche Pflanze. Er gedeiht nur in den Tropenzonen, da er Wärme und dauernde Feuchtigkeit bei regelmäßigen Temperaturen zwischen 17°C und 23°C benötigt. Am besten gedeiht er zwischen 600 und 1200 Metern Meereshöhe. Der Hochlandkaffee, "high grown" genannt, ist wegen seiner ausgezeichneten Qualität bei Kaffeekennern besonders beliebt. Eine echte wirtschaftliche Bedeutung haben jedoch nur zwei Arten von Kaffeebäumen: Kaffee Arabica (Coffea arabica) und Kaffee Robusta (Coffea robusta). Beide stammen ursprünglich aus Afrika.
Kaffee Arabica / (Coffea arabica)
Die Arabica Bohne stammt keineswegs aus Arabien, sondern aus Äthiopien, der Urheimat des Kaffees. Sie ist wesentlicher empfindlicher als die Robusta und gedeiht am besten bei einer Durchschnittstemperatur von 18°C bis 25°C. Die Arabika, die hauptsächlich in Südamerika angebaut wird, ist am längsten bekannt, am weitesten verbreitet und am meisten geschätzt. Ihre Bohnen haben eine schöne längliche und glatte Form, Aroma und Geschmack sind von ausgezeichneter Qualität mit einem geringen Koffeingehalt von 0,9 bis 1,4 %. Ihre Crema nimmt einen vollen rotbraunen Ton an.
Kaffee Robusta / (Coffea robusta)
Die Pflanzengattung der Robusta wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt. Hier ist der Name äußerst treffend, denn die Robusta ist sehr viel widerstandsfähiger - wenn auch nicht ganz so wohlschmeckend - wie seine Verwandte, die Arabica. Die Robusta- Sorte ist schneller reif, nicht so anfällig gegen Parasiten und produktiver. Darüber hinaus kann man sie auch in tieferen Regionen anbauen. Das Ursprungsland der Robusta ist Zentralafrika. Angebaut wird er hauptsächlich in den tropischen Regionen von Afrika und Asien. Ihre Qualität ist eher mittel, ihr Geschmack bitter und herb, mit einem Koffeingehalt von 1,8 bis 4,0%. Die Bohnen sind hellbraun und haben eine rundliche, unregelmäßige Form. Die Crema hat einen herben, eher graubraunen Ton.
Für wohlschmeckenden, aromatischen Kaffee verwendet man also meistens die Arabica- Bohne. Kenner experimentieren aber auch gern mit unterschiedlichen, individuellen Mischungen, bei denen der Robusta- Kaffee seinen Anteil hat.
Anbau
Die vorgezogenen Kaffeesetzlinge werden in tiefer, durchlässiger, neutraler oder leicht saurer Erde angepflanzt. Für ihr ertragreiches Gedeihen sind zahlreiche und intensive Pflegemaßnahmen notwendig. Dazu gehören das Jäten von Unkraut, das Entfernen der überflüssigen Zweige, um ein Höhenwachstum zu unterbinden, das Düngen der Erde, die Bewässerung in trockenen Gegenden, sowie der Kampf gegen Insekten und Krankheiten. Gegen Letzteres ist die Kaffeepflanze leider sehr anfällig. Aber auch Temperaturen unter +10°C können die Pflanze nachhaltig schädigen, ebenso wie minderwertige Erde.
Drei bis vier Jahre ausgiebige Pflege sind je nach Pflanzenart erforderlich, bis eine erste Ernte stattfindet, aber erst nach sechs Jahren kann mit einem normalen Ertrag gerechnet werden. Der Ertrag eines Kaffeebaums schwankt zwischen 400 und 2000 g Arabica- und zwischen 600 und 2200 g Robusta- Kaffeebohnen. Die Blüte und Erntezeiten sind je nach Pflanzenart, Region und Breitengrad sehr unterschiedlich.
Die Kaffee- Ernte
Die Kaffee- Ernte ist ein echtes Ritual, bei dem keine Fehler passieren dürfen, wenn man den Kaffeetrinker am Ende einer langen Verarbeitungskette nicht verärgern möchte. Da die meisten Pflanzen zur selben Zeit reif werden, müssen die Kaffeekirschen rechtzeitig gepflückt und sofort weiterverarbeitet werden, da sie weder Lagerfähig transportierbar sind. Die immer noch aktuelle Handpflückmethode ermöglicht bei einer Vorauswahl ein Aussortieren der von Schädlingen befallenen Früchte. Direkt danach erfolgt die Aufbereitung. Vor Ort werden Fruchthaut, Fruchtfleisch und Pergamenthaut entfernt, damit man der eigentlichen Bohne das Wasser entziehen kann. Nicht überall auf der Welt werden die geernteten reifen Kaffeefrüchte auf die selbe Art und Weise aufbereitet.
Dazu gibt es zwei Methoden: Die "nasse" und die "trockene" Aufbereitung, wobei die "nasse" den Duft und den Geschmack besser zur Geltung bringen soll. Ein Großteil der qualitativ hochwertigen Sorten wird in Guatemala, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko, Kenia und Tansania "nass" aufbereitet. Dieser gewaschene Kaffee, auch "milds" genannt, wird in einem Fließwasserbad mit Quetschwalzen gereinigt. Gleichzeitig trennt man hochwertige von minderwertigen, obenauf schwimmenden Früchten. Anschließend wird das vorgequollene Fruchtfleisch in großen Bottichen oder Becken völlig abgelöst. Nach diesem Vorgang lässt man die Kaffeebohnen einige Tage trocknen. Danach werden die Rohkaffeebohnen in einer Schälmaschine, von den spröde gewordenen Pergamentschalen getrennt. Bevor es zum wichtigsten Arbeitsgang bei der Kaffeeherstellung, dem "Rösten", kommt, wird das feine Häutchen, das so genannte Silberhäutchen, das die Bohne als letztes umschließt, entfernt. Ohne dessen Ablösung wäre der Kaffee nicht gebrauchsfähig. Nun ordnet man die Bohne auf ihre "Dichte" hin. Das bedeutet, dass lediglich Bohnen von gleicher Größe, gleichem Gewicht und gleicher Farbe übrig bleiben. Dieses ist eine Grundvoraussetzung für einheitliche Qualität. Wenn der Rohkaffee fertig aufbereitet, verlesen und klassifiziert ist, wird er in Jutesäcke gefüllt und auf Reisen geschickt. Geröstet wird er erst an seinem Bestimmungsort.
Neben der "nassen" Form der Aufbereitung gibt es die weniger aufwendige und ursprüngliche Trockenaufbereitung. Sie wird vor allem in Brasilien und Westafrika angewandt. Dabei werden die Kirschen gewaschen und drei Wochen lang auf ausgedehnten Betonflächen in der Sonne getrocknet, bis man die in ihr enthaltenen Bohnen mit Hilfe einer Schälmaschine rückstandsfrei herauslösen kann.
Die Röstung
Annähernd 800 Aromastoffe befinden sich
in einer Kaffeebohne. Sie werden erst durch die Erhitzung beim Röstvorgang freigesetzt und führen so zu einer fast grenzenlosen Geschmacksvielfalt. Bevor die Bohnen in die Rösterei gelangen,
werden sie nach bewährten Hausrezepten gemixt. Bestimmte Qualitäten werden auf Grund des kräftigen Geschmacks gewählt, andere wegen der besonderen aromatischen Eigenschaften. Es gehört zum Stolz
und Ergeiz eines jeden Kaffee- Röstmeisters, eine eigene Kaffeemischung zu komponieren. Die Kunst liegt darin, die Zusammenstellung verschiedener Kaffeesorten so vorzunehmen, dass ihre
individuellen Charaktereigenschaften vorteilhaft vereinigt werden. Die so erzielte Mischung wird "Blend" genannt und ist die Basis dafür, dass jedes Endprodukt anders schmeckt. Bereits bei
der Mischung wird entschieden, ob ein starker und feuriger oder ein milder, magenschonender Kaffee die Tasse füllt. Auch das Herkunftsland spielt in Sachen Stärke eine wichtige Rolle. Aus
Brasilien beispielsweise kommen die schärferen Sorten, während Mittelamerika und Afrika eher für dezente Milde bekannt sind. Seinen endgültigen Geschmack erhält der Kaffee erst beim Rösten. In
der modernen Rösttechnologie wird das so genannte Wirbelschichtverfahren angewendet. Hierbei wird der Kaffee schwebend in einem Heißluftstrom geröstet. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, denn
schon ein paar Sekunden zu viel oder zu wenig können den ganzen "Brand" verderben. Je nach Geschmacksansprüchen der Kaffeetrinker wird der Kaffee heller oder dunkler geröstet. Espresso wird
beispielsweise stärker und länger geröstet als Kaffeebohnen für eine "normale" Tasse Kaffee.
Der eigentliche Röstvorgang dauert je nach Intensität nur sechs bis acht Minuten. Aufgrund der Wärmeentwicklung während des Röstvorgangs geraten die Kaffeebohnen "ins Schwitzen". Das in der Frucht enthaltene Wasser verdampft und das Gewicht reduziert sich um etwa 16%. Die ursprüngliche grüne Farbe der Kaffeebohnen wechselt in kräftiges Kaffeebraun. Nun entwickelt sich der typische Kaffeegeschmack und das charakteristische Aroma. Damit der frisch geröstete Kaffee sein Aroma behält, wird er auf schnellstem Wege luftdicht abgefüllt oder zu löslichem Kaffee weiterverarbeitet.
(Quelle: Miele & Cie. KG, Gütersloh)
Die Namensgebung des
Kaffees
Für den normalen Kaffeetrinker ist es gar nicht so wichtig, wo und wann sein Lieblingsgetränk erstmals entdeckt wurde. Es
interessiert ihn sozusagen " nicht die Bohne", solange eine Tasse dieses heißen, dampfenden, aromatischen Gebräus vor ihm steht und sein Geschmack und das Aroma vollends zur Entfaltung
kommen.
Um zu erfahren, wann der Kaffee entdeckt wurde, müsste man ganz ins Dunkel der Geschichte eintauchen. Eines jedoch glaubt man heute ganz sicher zu wissen, und zwar dass der Kaffee seinen Ursprung in Äthiopien oder genauer gesagt aus dem abessinischen Hochland und dort möglicherweise aus der Provinz Kaffa, der er möglicherweise seinen Namen zu verdanken hat, stammt. Von dort aus nahm der Kaffee seinen Weg nach Arabien, wo er erstmals als Getränk zubereitet wurde. Die Araber erkannten seine stimulierende Wirkung und den außergewöhnlichen Geschmack.
Wie der Kaffee nun zu seinem Namen kam, ist bis heute nicht eindeutig erforscht. Bei der ersten Version verdankt er seine Namensgebung möglicherweise seinem Ursprungsort, der Provinz Kaffa in Äthiopien. Und bei der zweiten stammt das Wort Kaffee höchstwahrscheinlich von einem arabischen Wort, sei es " Kahva - Kohoveh - Kaffa - oder Kahwa" ab, das nach und nach durch die Aussprache der Völker abgeändert wurde. Das arabische Wort "Kahwa" lässt sich Sinnvollerweise mit Stärke und Lebenskraft übersetzen. Demnach dürfte der tatsächliche Ursprung des Wortes Kaffee wohl eher im Arabischen zu finden sein.
Nur wenige Kaffeegenießer haben eine konkrete Vorstellung davon, wie ein Kaffeestrauch aussieht. Eigentlich kennt man den Kaffee meist als ganze Bohne oder als wohlriechendes tiefbraunes Pulver, mehr oder weniger fein gemahlen. Die Tatsache jedoch, dass die Kaffeebohne aus der Kaffeekirsche gewonnen wird, deren Kern sie sozusagen bildet, ist vielen Menschen nicht bekannt.

Historie des Kaffeeanbaus in Kolumbien
Bis vor wenigen Jahren war Kolumbien im weltweiten Vergleich der zweitgrößte Kaffee-Erzeuger - gleich nach Brasilien. Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte des Kaffeeanbaus in der südamerikanischen Republik durch einen Geistlichen, der 1808 die ersten Kaffeepflanzen von den französischen Antillen über Venezuela ins Land brachte. Von diesem Moment an hatte der Kaffeeanbau in Kolumbien Tradition. Aktuell (2012) liegt der Andenstaat im internationalen Ranking der größten Kaffeeerzeuger auf Platz vier.
Was jedoch geblieben ist: Kolumbianischer Kaffee besticht durch seine hervorragende Qualität, er gilt als einer der besten der Welt. Er gehört zu den wenigen sortenreinen Kaffees, die international verkauft und vermarktet werden. Die Anbaugebiete liegen im Herzen Kolumbiens, dem so genannten Kaffeedreieck, bestehend aus den Departements Risaralda, Quindio und Caldas. Kolumbien ist der größte Erzeuger von Arabica-Bohnen weltweit. 66 Prozent der kolumbianischen Kaffeesträucher wachsen auf modernen Plantagen, der Rest wird nach wie vor in traditionellen Kleinst- und Familienbetrieben produziert.
Handverlesene Kaffee-Kirschen
Das Besondere an den kolumbianischen Kaffeesträuchern: An ihnen hängen Blüten sowie reife und unreife Kaffeekirschen gleichzeitig. Auch deshalb muss von Hand geerntet werden. In jeder Kirsche
sind zwei Bohnen. Nachdem das Fruchtfleisch abgequetscht wurde, kommen die Bohnen mitsamt der Fruchtfleisch-Reste für 15 bis 36 Stunden in einen Fermentationstank.
Hier geschieht ein Gärungsprozess, der dem Kaffee zusätzliches Aroma verleiht. Nach dem anschließenden Waschen folgt die
Freilufttrocknung an ungewöhnlichen Orten: auf den flachen Hausdächern der Kaffeebauern. Wenn Regen droht, werden einfach Walmdächer auf Rollen über die trocknenden Bohnen geschoben. Schließlich
wird der Kaffee in Säcke gepackt und in die nächste Stadt gefahren.
Käufer dieser Kaffees sind Privatfirmen und der National Coffee Fund über Kooperativen, die dann ihrerseits den Kaffee an die Zentrallager des Coffee Funds (Almacafe) liefern. Die Kooperativen bieten allen Kaffeebauern eine Abnahmegarantie und legen einen Mindestpreis für Kaffee fest, der von diesem Fond unterstützt wird. Verwalter dieses Fonds ist die FNC (Federacion Nacional de Cafeteros de Colombia). Die FNC unterstützt die Farmer aber auch mit Unterricht und Service. Das Wissen, wie man Kaffee richtig anbaut, wird in Kolumbien nicht nur von Generation zu Generation weitergegeben, sondern durch die FNC gezielt ausgebaut. Die Vereinigung unterhält zudem Analysestationen, bei denen die Bauern die Qualität ihrer Böden untersuchen lassen können und Tipps für die Düngung bekommen.
Qualitätsprüfungen vor Ort
Wichtig für die Weiterverarbeitung der geernteten, gewaschenen und getrockneten Kaffeebohnen sind die "Trilladoras" in den größeren Ortschaften. Hier wird der Kaffee exportfähig aufbereitet. In
einer Trilladora wird die Qualität des angebotenen Kaffees eingehend geprüft.
Dazu wird von jedem der FNC-Lastwagen, die jeweils 10 Tonnen Kaffee geladen haben, eine 500-Gramm-Probe entnommen. In einer Proben-Mühle werden die Pergamenthäutchen um die grünen Kaffeebohnen entfernt. Dann werden die "defekten" gelben und schwarzen Kaffeebohnen aussortiert. Die "gesunden" grünen Bohnen werden geröstet und gemahlen - und dann wird daraus Kaffee gekocht und fachmännisch verkostet. Erst wenn alles fehlerfrei ist, wird grünes Licht zur Verarbeitung der gesamten Partie gegeben. Dies ist nur der erste Schritt der Qualitätssicherung. Nach der Verarbeitung werden die lose in Silos lagernden Bohnen in Container gefüllt, die jeweils 21 Tonnen fassen. Während des Verladens werden wieder Proben gezogen und auf ihre Güte geprüft. Sowohl eigene Mitarbeiter als auch Qualitätsleute der FNC (Almacafe) prüfen nochmals unabhängig voneinander die Exportfähigkeit der Ware. Bei Auffälligkeiten kann die Lieferung immer noch gestoppt werden. Die FNC prüft die Ware, um zu gewährleisten, dass der hohe kolumbianische Standard gehalten wird.
So bleibt die Marke "Kaffee aus Kolumbien" stark und konkurrenzfähig.
... und natürlich können Sie auch Ihren Kaffee selbst pflücken -
sowie bei einem Besuch im Café Jesus Martín mit nach Hause nehmen
Ein Fotoalbum mit Gästetouren, nicht nur zum Kaffeeprozess