Meine "Chefinnen" sind wieder einmal unterwegs, und betreuen die nächste Tour.
Die führt von Pereira nach San Agustin, mit Zwischenstopp in der Tatacoa Wüste.
Deswegen werden wir noch etwas Zeit für die nächsten Artikel benötigen.
Nur soviel vorweg:
In den Nationalpark Acaime, im Anschluß an das Cocora Tal mit seiner beeindruckenden Landschaft ist es genauso Wert eine Tour zu machen, wie auch nach San Vicente in das natürliche Thermalbad,
mit seiner hinreißenden Umgebung.
Über diese Touren und natürlich auch über den 3-Tagestrip nach San Agustin werden wir demnächst berichten.
Hier ein Video von San Vicente:
Eine aufregende Reise stand bevor – ab in den Süden .... nach San
Agustín.
Es war unsere erste organisierte Tour mit kolumbianischen Gästen.
Unsere Reise führte uns über die Tatacoa-Wüste nach San Agustin – ein drei Tagestrip. Alexa und ich waren sehr aufgeregt. Wird alles klar gehen? Es ging alles klar!
Am Samstag morgen starteten wir gegen 05.00 Uhr in Pereira und los ging es zuerst in Richtung Ibaqué. Hier hatten wir natürlich zuerst die 3 000 m Pässe mit unserem Kleinbus zu bezwingen. Da dieser nicht mit den PS eines Ferrari ausgestattet war,
mussten wir ihn zeitweise „anfeuern“, natürlich auf kolumbianische Art. Juanes und seine Musik lässt grüßen. Wir haben gesungen, geklatscht. Den Anfang hat übrigens nicht wie erwartet die junge Generation gemacht, sondern eines von zwei älteren Ehepaaren, die mit an Bord waren.
Von 3 000 m herunter ging es in die
tropische Hitze von Ibaqué und weiter
nach Neiva. Wir wollten ja unbedingt
am Nachmittag unsere erste Station, die
Tatacoa-Wüste erreichen. Dieser Stopp
war dann in Villa Viaje. Das ist ein
kleines Dörfchen, ca. 4 km vom
„Haupteingang“ der Tatacoa-Wüste und
der berühmten Sternenwarte entfernt.
Wir checkten im urigen Hotel „La Casona“ ein.
Wie immer, wurden wir sehr
freundlich und herzlich
von den Hoteleigentümern erwartet und begrüßt. Hier gab es die erste kleine „kolumbianische“ Überraschung. Uns wurde mitgeteilt, dass wir alle in einem großen Zimmer übernachten. Aber,
wie immer hier in Kolumbien ist alles „tranquilo“ -
oder in englisch „easy“. Das war ein Heidenspaß.
Unser Guide für die Tatacoa-Wüste wartete schon
und so hieß es keine Zeit zu verlieren.
Bewaffnet mit Sonnenhut, Sonnenschutz und
Wasser fuhren wir los.
Wir waren überwältigt vom Anblick der
Disierto de la Tatacoa. Vor uns tat sich eine
beeindruckende Landschaft auf.
Die Disierto de la Tatacoa ist eine ca. 330 km²
große Wüste und natürlich ein grandioser Kontrast
zu der sonst so üppigen und tropisch geprägten Landschaft Kolumbiens.
Der Guide führte uns durch die schönsten Naturformen dieser Wüste und wir erfuhren sehr viel Wissenswertes über die Entstehung und das „Leben“ in dieser kleinen Wüste. Unterdessen verspürten die ersten von uns Hunger. Hunger? Kein Problem. Unser Guide zeigte uns den kleinen Snack aus der Wüste.
Das war lecker!! Im Nu verteilten sich unsere Teilnehmer und suchten
nach den süßen lila Früchten der Wüste. Dabei bekamen wir auch Besuch von einem „Bewohner“.
Aber unser nächstes Highlight wartete schon, das Observatorium in der Tatacoa-Wüste. Ein Eldorado für alle „Sternengucker“. Wolkenfreie Sternenhimmel gibt es hier fast das ganze Jahr über. Man kann über 88 Sternenkonstellationen beobachten, sowie Phänomene wie Meteoritenregen bewundern. Auch hier konnten wir Dank des hervorragendes Guides Klarheit am Sternenhimmel bekommen.
Zurück im Hotel duftete es schon nach dem Abendessen. Bei angenehmen 28 C ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Morgen ging es weiter nach San Agustín. Für den Nachmittag war der
Besuch des Parque Arqueologico de San Agustin angesagt. Dieser Paque und das Museum gehören zu den wichtigsten Ausgrabungsstätten Kolumbiens, den
die UNESCO als
„größte Gruppe von religiösen Denkmälern und megalithischen Skulpturen Südamerikas bewertet. Charakteristisch sind die großen Steinstatuen
und Grabhügel. Auch hier hat uns der gebuchte Guide sehr viel Informatives über die Geschichte, die vulkanischen Steinskulpturen und die alten
Eingeborenenrituale vermittelt.
Ein sehr
schöner und erlebnisreicher
Tag ging dann auf der Finca „El Maco“
von René zu Ende. Gestärkt von dem
hervorragendem Abendessen war auch
für den letzten von uns nur noch ein
Wunsch offen:
Duschen und ein guter Schlafplatz.
Am nächsten Tag besichtigten wir zuerst den „Estrecho del Río Magdalena“.
Nur hier in San Agustín engt sich dieser große und breite Fluss Kolumbiens auf
einen Kanal von 1,70 m ein. Umgeben von Felsen, Bergen, dichte, üppige Vegetation ist es ein Muss für alle Naturliebhaber.
Das sollte aber nicht das einzige Highlight des Tages sein. Auf der Finca von René
warteten schon die Pferde für unseren Ausritt. Es begann ein herrlicher Pferdeausritt zu weiteren berühmten archäologischen Denkmälern. Dieser führte uns durch faszinierende Landschaften hinauf zu den Bergen, wo wir abermals einen grandiosen Ausblick auf das Tal und den Estrecho del Río Magdalena hatten.
Eigentlich hatten wir den Ausflug gemeinsam geplant, doch einige von uns hatten temperamentvolle Pferde erwischt. Ob das wohl Zufall war? Vor allem Hector war
uns allen weit voraus. Wir wollten ihn schon für das nächste Pferderennen nominieren.
Leider kann man die Zeit nicht
anhalten und so hieß es am Nachmittag Abschied nehmen von San Agustín und seinen Highlights. Wäre der Busfahrer nicht gewesen,
wir wären heute noch da. Wir haben uns alle sehr wohl gefühlt.
Das war natürlich kein Grund für Traurigkeit und so wurde es eine kolumbianische Rückfahrt - eine Party im Bus. Der Busfahrer „legte“ entsprechend Musik auf und
funktionierte kurzerhand die Innenbeleuchtung des Busses zum Disco-Spot-Light um.
Wir haben viel gesungen, gelacht und die Stimmung war grandios.
Auch hatten wir das Gefühl, dass der Busfahrer ein paar „Brikett“ mehr auflegte und so kamen wir nach 10- stündiger Fahrt voller neuer Erlebnisse, Eindrücke und um sehr liebe Freunde reicher an.
Die Rückmeldung der Teilnehmer am nächsten Tag:
Wann startet ihr die nächste Tour? Wir sind alle mit an Bord!
Danke an alle Teilnehmer!
Claudia, Hector, Viviana, David, Federman, M.Elena, Señor Idárraga, Señora Idárraga und natürlich Anja aus Görlitz.
Ihr ward super-tolle Gäste!
Hier haben weitere Fotos von dieser Tour.
Eine grandiose Wanderung durch den Regen- und Nebelwald hinauf zu einer
geschichtsträchtigen Finca
Ein überaus lohnendes Ziel hatten wir uns für diesen Tag vorgenommen – „Acaíme“.
Dieser Name sagte uns bis vor kurzem nur so viel, dass es irgendwo im Regen- und Nebelwald des Valle de Cocora liegt und kein ausgetretener Touristenpfad ist. Selbst unter den Einheimischen ist diese Wanderung noch relativ unbekannt.
Mit Inés, einer Travellerin aus Spanien, die wir einige
Tage zuvor kennengelernt hatten, ging es von
Salento aus los. Frühmorgens, bereits um 07.30 Uhr
fuhr der erste Jeep ins Cocoratal. Wir hofften auf
strahlend blauen Himmel, wollten wir doch viele
eindrucksvolle Fotos machen.
Aus Recherchen wussten wir, dass Acaíme eine Finca
auf ca. 3 000 m Höhe ist, im Naturreservat des Valle
de Cocora liegt und ebenso auf geschichtliche
Ereignisse zurück blicken kann. Einem guten Tipp
eines Kolumbianer folgend hatten wir uns
Gummistiefel besorgt und waren startklar für die
rund 3-stündige Wanderung hinauf auf 3 000 m Höhe.
Inés hatte sich inzwischen für eine andere Tour mit Pferd entschieden, man kann
hier vieles unternehmen. Wir waren sicher, wir treffen uns in den Bergen wieder.
Für Alexa und mich begann ein herrlicher Adventure-Trip durch das bezaubernde
Cocoratal. Wir folgten
dem Flusslauf des Río Quíndio im Tal und erreichten bald den Regenwald. Hier erwartete uns eine überaus faszinierende, vielfältige Natur in ihrer Ursprünglichkeit. Begleitet vom Rauschen des
Flusslaufes und von den verschiedenartigen Vogelstimmen fühlten wir uns wie Abenteurer. Der Weg führte uns über mehrere Brücken (das waren drei kleinere Baumstämme mehr oder weniger
aneinandergebunden).
Auch die Beobachtung der vielfältigen Schmetterlingsarten wollten wir uns nicht entgehen lassen. Deshalb legten wir
mehrere kleine Pausen ein. Wenn man in Kolumbien unterwegs ist, findet man immer einen Freund. Diesmal tauchte aus dem Nebelwald plötzlich unser neuer Freund auf.
Wir waren begeistert von unserem neuen „Amigo“. Er begleitete uns über eine ganze Zeit hinweg, bis er
genauso plötzlich, wie er gekommen ist, wieder seinen eigenen Weg ging.
Und dann sahen wir unser Ziel schon klar vor Augen. In herrlichster Lage eingebettet
in die grandiose Berglandschaft um den „Marrogacho“ herum tauchte plötzlich die Finca „Acaíme“ auf.
Der nächste Ausblick folgte binnen weniger
Minuten. Angekommen auf der Finca
"Acaíme“ empfingen uns nicht nur die
beiden herzlichen und freundlichen
Betreiberinnen der Finca, sondern wir
wurden von einer Vielzahl von Kolibris
begrüßt, die seinesgleichen sucht.
Hautnah, beinahe Auge in Auge
konnten wir eine
derart große Vielfalt
an Kolibris bewundern, die Alexa und
ich vorher noch nie in Natura gesehen
hatten. Eigentlich hatten wir einen Bärenhunger
und wollten uns stärken. Doch bei
diesem atemberaubenden Anblick hatten wir unseren Hunger völlig vergessen.
Der Hunger und aufziehende Wolken holten uns leider aus der schillernden und zwitschernden Vogelwelt zurück.
Nach einer kleinen Stärkung nahmen wir schweren Herzens Abschied von der Finca „Acaime“ und traten unseren Rückweg an, denn vor uns lag wieder ein Fußmarsch von ca. drei Stunden, den wir wieder nicht allein zurücklegten. Auf der Hälfte der Strecke begegnete uns .... Inés.
Sie berichtete begeistert von ihrem Pferdeaustritt und wir hatten das Gefühl, dass
wir im Nu unseren Ausgangspunkt im Cocoratal erreichten.
Es war eine faszinierende Wanderung und wir kehren garantiert wieder in das zauberhafte Naturreservat rund um „Acaíme“ zurück.
Und vielleicht ist der eine oder andere Entdecker aus Europa mit dabei...
Eine außergewöhnliche und aufregende Reise zum eigenen „ICH“
Das Yagé-Ritual
Das Yagé-Ritual ist eine Reise in eine etwas andere Welt.
In TV-Dokumentationen hat man schon oft Berichte über Schamanenrituale der Naturvölker in Südamerika, vor allem im Amazonasgebiet gesehen.
Das Ritual
steht für Reinigung von Körper, Geist und Seele und wird auch als „Liane der Seele" oder "Rebe des Geistes“ übersetzt.
"Yagé" ist ein aus der „Banisteriopsis caapi- Pflanze * gebrautes Getränk, dass
man während des Rituals zwei Mal zu sich nimmt.
Yagé wird
traditionell von den Schamanen oder Medizin-Männern in nächtlichen Ritualen geführt und ist begleitet von Gesängen und Anrufungen, mit harmonischer Ritualmusik, mit Reinigungsritualen und
teilweise Tänzen.
Es reinigt die physische und
psychischen Ebene. Es ist ein
spirituelles Erleben und Erfahren,
eine Reise zur tiefen Wirklichkeit
in uns selbst.
Nicht nur im Amazonasgebiet Kolumbiens
sind diese Rituale bekannt, sondern in
ganz Kolumbien und sie haben bei den
Indigenas eine feste Tradition.
Wir sind in der Kaffeezone auf diese aufregende und erlebnisreiche
Reise gegangen.
Das Ritual fand auf einer Finca außerhalb von Armenia statt, von Samstagabend bis Sonntagmorgen. Jorge, ein Freund von Alexa und gleichzeitig ein „Helfer“ des Schamanen „Carlos“ holte uns am Samstagabend mit seinem Auto ab. Seine liebenswerte und einfühlsame Art ließ in uns das Gefühl aufkommen, hier zweifellos in guten und sicheren Händen zu sein.
Angekommen auf der Finca begrüßte uns der Schamane „Carlos“ sehr herzlich.
Es ist schon ein besonderes Erlebnis, seine Warmherzigkeit und seine Aura zu spüren.
Nach und nach trafen die anderen Teilnehmer und auch noch weitere „Helfer“ des Schamanen ein. Es war sehr beruhigend zu sehen, dass man für jeden von uns einen „Begleiter“ während des Rituals vorgesehen hat.
Mittlerweile war es längst dunkel und wir alle waren sehr gespannt auf den Beginn der Zeremonie. Nun stand zuerst das persönliche Gespräch mit dem Schamanen im Vordergrund. Jeder von uns wurde separat zu ihm gebeten und er wollte wissen, was der Beweggrund für die Teilnahme am Ritual war. Ob es Krankheiten, negative emotionale Erlebnisse oder einfach nur die Neugier der Anlass war, alles konnte und sollte man mit ihm bereden. Er nahm sich für jeden Zeit!
Nachdem wir alle mit ihm gesprochen hatten, begann das eigentliche Ritual, auch hier
wieder mit einer ausführlichen Erklärung und Beschreibung, was nun in den nächsten
12 Stunden bis in den Sonntagvormittag hinein geschieht.
Wir alle bekamen den „Yagé-Trunk“. Wie es die natürliche Wirkung dieser Pflanze * zur körperlichen Reinigung (sie wirkt abführend) vorgesehen hat, wurde uns allen bis auf ganz wenige Ausnahmen übel und entsprechend „reinigte“ man sich selbst von innen heraus.
Banisteriopsis caapi Pflanze
Mir ging es nach dieser kurzen „Auszeit“ wieder prima und ich begann meine eigene Reise zu mir selbst. Es war eine tolle Erfahrung, ich selbst habe einige Dinge in meinem Leben klarer gesehen, habe plötzlich Antworten auf die mir selbst schon lang gestellten Fragen bekommen.
Den anderen ging es ähnlich. Viele sahen manche Dinge in ihrem Leben viel klarer, bekamen Antworten, hatten ihre eigenen Visionen.
Gegen 03.00 Uhr morgens bekamen wir den zweiten „Yagé-Trunk“. Dieser war eigens noch mal zur geistigen und mentalen Reinigung gedacht.
Auch hier war der Ablauf, waren die Erlebnisse und Erfahrungen ähnlich wie beim
ersten Mal. Gegen 05.00 Uhr wurde ich dann von „Jaido“ dem 1. Helfer des Schamanen für ein
Heilungs- und Reinigungsritual zum Schamanen „Calos“ gebeten.
Mit einem Bündel von Blättern (genannt Wairasacha) und begleitet von seinen Ritual-Tänzen und –Gesängen war dies wiederum ein beeindruckendes und
heilendes Erlebnis.
Fast jedem von uns wurde dieses Heil- und Reinigungsritual zuteil.
Begleitet wurden wir die ganze Nacht nicht nur von den Helfern, sondern von
einer wundervollen Ritualmusik, die eine Gruppe von Männern mit ihren Panflöten, Gitarren, Trommeln und Gesängen voller Hingabe spielte.
Den Abschluss des Rituals bildete wieder das persönliche Gespräch mit dem
Schamanen. Jeder
einzelne wurde zu ihm geführt und wir konnten so unsere
Erfahrungen, Erlebnisse oder vielleicht noch offenen Fragen mit ihm klären.
Jeder in sich versunken, die Erlebnisse für sich aufarbeitend, kehrten wir voller
innerer Zufriedenheit nach Pereira zurück.
Eine aufregende und erlebnisreiche Reise ging nicht wirklich zu Ende, denn jeder ging dadurch auf seine neu entdeckte Lebensreise.
* Banisteriopsis caapi - wächst in den Tiefland-Regenwäldern Südamerikas
* Pflanze - sie wird bei den Naturvölkern zur Krebsbekämpfung,
Parasitenbefall etc. eingesetzt
Auf Wunsch und Anfrage können wir die Teilnahme an diesem Ritual
organisieren
Kolumbien
(firmenpresse) - Bogotá (HwbaPR/Bad Soden a. Ts) Dezember 2009

Cartagena de Indias bleibt der Anziehungspunkt für Kolumbienreisende. 2009 reisten über 141.000 Fluggäste nach Cartagena, die Zahl der Inlandsreisenden sowie Backpackers sind
hier nicht berücksichtigt. 1985 wurde die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mit internationalen Hilfsgeldern und anhand alter Baupläne wurde sie restauriert. Heute bestaunt man
die langen Gassen mit den alten Kaufmannshäusern, Kolonialkirchen, Klöstern und massivem Mauerring.
Um der großen Besuchernachfrage nachzukommen, öffnet sich Cartagena auch dem...